Zoll & Steuern
Verifizierter Leitfaden

Einfuhr nach Großbritannien: So funktionieren Mehrwertsteuer und Zoll

Ein kompakter Ratgeber zu den britischen Einfuhrabgaben. Alles über die 135-£-Grenze, den Steuersatz von 20 % und die Abwicklung beim Zoll.

Vom Parcel Detect-Team
3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: März 2026
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Wer Waren aus dem Ausland nach Großbritannien bestellt, zum Beispiel bei einem Händler in den USA, China oder mittlerweile auch aus der EU, , kommt um das Thema Einfuhrabgaben meist nicht herum. Die Abrechnung wirkt oft unübersichtlich, lässt sich aber im Wesentlichen auf zwei Posten herunterbrechen: die britische Mehrwertsteuer (VAT) und die Zollgebühren (Customs Duty).

Wie hoch ist die britische Mehrwertsteuer (VAT)?

Der reguläre Mehrwertsteuersatz in Großbritannien beträgt 20 %. Er wird auf den Gesamtwert der Ware zuzüglich der Versandkosten und Transportversicherung berechnet.

  • Bestellungen bis 135 £: Liegt der Sachwert der Sendung bei 135 Pfund oder weniger, zieht der Online-Händler die Mehrwertsteuer in der Regel direkt beim Bezahlvorgang im Shop ein. Das Paket durchläuft den Zoll dann ohne weitere Zwischenstopps, und Sie müssen dem Zusteller bei der Lieferung nichts extra bezahlen.

Was gilt bei einem Bestellwert über 135 Pfund?

Übersteigt der Warenwert die Grenze von 135 £, ändert sich das Verfahren. Der Online-Shop berechnet beim Kauf keine Mehrwertsteuer. Stattdessen wird die Steuer fällig, sobald die Sendung in Großbritannien eintrifft.

In diesem Fall legt der Paketdienst (z. B. DHL, FedEx oder Royal Mail) die Einfuhrabgaben beim Zoll für Sie aus. Das Paket wird erst zugestellt, wenn Sie die entsprechende Zollrechnung begleichen. Zusätzlich berechnen die Zustelldienste für diesen Service eine Bearbeitungsgebühr.

Wann fallen Zölle an?

Zollgebühren werden erst erhoben, wenn der Wert der Sendung 135 Pfund übersteigt.

Wie viel Zoll Sie zahlen müssen, richtet sich nach der Art der Ware:

  • Für viele elektronische Geräte (wie Smartphones, Laptops oder Tablets) gilt ein Zollsatz von 0 %.
  • Auf andere Produktgruppen, wie Kleidung oder Schuhe, können Zölle von bis zu 12 % anfallen.

Die genauen Zollsätze können Sie auf der offiziellen Trade-Tariff-Webseite der britischen Regierung einsehen, sofern Ihnen die Zolltarifnummer (HS-Code) des Produkts vorliegt.

Welche Ausnahmen gibt es?

Unter bestimmten Bedingungen fallen keine Einfuhrabgaben an:

  • Private Geschenke: Sendungen von Privatperson an Privatperson sind bis zu einem Wert von 39 £ von der Mehrwertsteuer befreit.
  • Verbrauchsteuerpflichtige Waren: Auf Alkohol und Tabakwaren fallen unabhängig vom Warenwert immer Steuern und Zölle an. Hier gibt es keine Freigrenzen.

Warum verlangen Paketdienste eine Bearbeitungsgebühr?

Das ist für viele Besteller der ärgerlichste Punkt. Da die Paketdienste die Zollformalitäten abwickeln und die Steuern beim Zoll für Sie auslegen, berechnen sie dafür eine Servicepauschale. Die Royal Mail verlangt hierfür aktuell eine Pauschale von 8 £, während Expressdienste wie DHL oder FedEx oft 11 £ oder mehr in Rechnung stellen.

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